1 Zuletzt bearbeitet von Palzki (02.09.2014 10:10:16)

Thema: Erfahrung mit Dragon 13 eines relativen Neulings

Erstmal ein Dankeschön dafür, dass es dieses Forum gibt.
Hier ein kleiner Wiedereinsteigerbericht:

Meine Erfahrungen mit der Standard-Version 10 im Jahr 2009 waren schon nicht schlecht, die Benutzerführung war damals aber nicht so toll.
Nun habe ich mir Version 13 Premium gekauft und nutze das beigelegte kabelgebundene Headset.
Als PC nutze ich ein Brot-und-Butter Notebook mit 4GB Ram und Win 8.1.

Dragon 13 hat mich bereits nach einer Stunde restlos überzeugt! Trotz meines pfälzischen Dialektes, den man auch beim Versuch, Hochdeutsch zu sprechen, deutlich hört, ist die Erkennungsrate mit dem in Dragon vorhandenen Wortschatz annähernd 100%.
Ich muss dazu sagen, dass ich Dragon in meiner Funktion als Krimiautor nutze, daher viel mit Dialogen zu tun habe. Auch die typografischen Anführungszeichen setzt Dragon korrekt um. Das Einzige, was mir bisher aufgefallen ist, wurde im Forum bereits 2013 angesprochen:

"Ich bringe dich um!", Brüllte der Wahnsinnige.

In Word ist das erste Anführungszeichen unten, wie es sich gehört. Nur das "brüllte" schreibt Dragon leider groß. Ich vermute, dass er den ersten Buchstaben nach dem (vermeintlichen) Satzende (.!?) automatisch groß schreibt und dazwischenstehende Zeichen wie ", dabei ignoriert.

Wie dem auch sei, mit diesem kleinen Manko kann ich leben. Um Dragon zu füttern, habe ich meine bisher veröffentlichten Bücher, die mir als PDF vorliegen, in das txt-Format konvertiert und von Dragon erkennen lassen. Dies hat seinen Wortschatz beträchtlich erweitert. Dragon ist jetzt ziemlich kriminell ...

Bereits nach einer Woche kommt es nur noch ab und zu vor, dass ich ein unbekanntes Wort einfügen muss. Und das sind meistens Eigennamen.
Ursprünglich wollte ich mir ein besseres Headset kaufen, aber mit den bisherigen Erfahrungen wird das nicht nötig sein.

Zur Dokumentenlänge: Meine Krimis haben etwa 450.000 Zeichen (mit Leerzeichen), was in Word um die 300 Seiten ergibt. Ich habe ein fertiges Manuskript genommen und testweise erweitert. Hier habe ich eine Verlangsamung der Erkennung festgestellt. Im Prinzip ist es gerade noch so tolerierbar. Beim nächsten Buch werde ich aber vermutlich das Manuskript in drei Teile zerlegen.

Viele Grüße

Harald

Harald Schneider, www.palzki.de

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Re: Erfahrung mit Dragon 13 eines relativen Neulings

Sehr interessanter Bericht, vielen Dank dafür.

Interessant vor allem deshalb, weil das Standard-Sprachmodell von Dragon tendenziell nicht so sehr auf die dialogische Form und überhaupt den literarischen Stil ausgelegt ist, sondern eher auf in der dritten Person gehaltene Berichte und ähnliche Formate. Aber das scheint von Version zu Version weniger relevant zu sein.

Die ungewollte Großschreibung lässt sich leider nur durch das Diktat von „Kleinbuchstaben brüllte" umgehen oder im Nachhinein korrigieren.
Meinhard

Dragon Legal Group 15.3, Win 10 Pro 1803, Office 2016 32-bit, SpeechMike Premium Air, i7-7700, 3,6 GHz, 64 GB RAM, 1TB SSD
Dragon für Mac 6.0.8, macOS 10.14, Office für Mac 2016, iMac Retina 5K 4,0 GHz i7-6700K, 32 GB RAM, 1TB SSD; MBP 2017 i5

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Re: Erfahrung mit Dragon 13 eines relativen Neulings

Interessant, daß das Original Headset als gut empfunden wird - siehe auch den

aktuellen Beitrag hier. Ich hatte mich anfangs auch damit angefreundet (Version 11). Erst als ich auf ein vernünftiges USB Mikrofon wechselte, waren sehr viele Erkennungsfehler weg.

Das Einlesen von Vokabeln scheint keine Komposita Probleme verursacht zu haben -siehe mein Beitrag hier. Haben Sie auch manuell/einzeln Vokabeln aufgenommen ?

DNS 13 Premium mit Mikrofon Voicerecorder Zoom H1 / CPU: AMD FX-6100 mit 8 MB Cache / 8 GB Ram / Windows 7 Professional 64 Bit

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Re: Erfahrung mit Dragon 13 eines relativen Neulings

Ich habe inzwischen eifrig weitergetestet und auch die vielen automatisch eingelesenen sowie die bisher wenigen manuellen Wörter exportiert und mir in Excel angeschaut. Die Fehlerquote durch die automatische Ermittlung liegt unter 1 %, wahrscheinlich bedingt durch getrennte Wörter im Vorlagetext.

Bei manuell aufgenommenen Komposita ist die Sache schwieriger. Meist ist es richtig, bei dem Unterschied zwischen Rad fahren und radfahren kommt Dragon manchmal ins Straucheln. Hier experimentiere ich noch mit der Pause.

Willkürliche Komposita, die sinnlos sind, konnte ich bisher nicht feststellen, werde dies aber weiterhin beobachten. Die wenigen Korrekturen, die nach dem Diktat übrig bleiben, stören mich bisher nicht.
In dem Zusammenhang: Der Duden Korrektor ist bei den Komposita nicht wirklich fit. Hier erlebe ich  nicht selten Haarsträubendes.

Die Erkennungsrate des beigefügten Headsets ist bei bekannten Wörtern bei mir nahezu 100 %. Leider drückt der Bügel bei längerem Gebrauch etwas. Das wäre dann ein Grund zu wechseln.

Viele Grüße
Harald

Harald Schneider
www.palzki.de

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Re: Erfahrung mit Dragon 13 eines relativen Neulings

Nachtrag zu meinem Bericht:

Inzwischen habe ich mir das USB-Headset "Sennheiser PC 8" für 30€ gekauft. Die Erkennungsrate ist genauso "sehr" gut wie mit dem beigelegten Headset des Premium-Pakets. Beide funktionieren bei mir einwandfrei, trotz starken pfälzischen Dialekts. Der Unterschied ist der Tragekomfort: Das Sennheiser habe ich Stunden auf dem Kopf und merke es fast nicht. Das Dragon-Teil drückte nach ein paar Minuten wie ein Fahrradhelm.

Viele Grüße

Harald

Harald Schneider
www.palzki.de