1

Thema: Welche Eingabegeräte kommen für das Diktat in Frage?

Welche Eingabegeräte kommen für das Diktat in Frage?


Je nachdem, unter welchen Voraussetzungen und zu welchem Zweck die Spracherkennung eingesetzt wird, kommen die folgenden Arten von Eingabegeräten infrage: Handmikrofone und Headsets, womit das gesprochene Signal sofort an die Spracherkennung weitergeleitet wird, oder digitale Diktiergeräte, deren Aufzeichnungen später von der Spracherkennung weiterverarbeitet werden können.

Bei Mikrofonen und Headsets unterscheidet man analoge und so genannte USB-Geräte. Analoge Geräte müssen an die Soundkarte des Computers oder an einen externen Sound-Adapter angeschlossen werden, deren Qualität dann zusätzlich eine Rolle spielt. USB-Geräte führen ihren eigenen Adapter gleich mit und werden in aller Regel sofort vom System erkannt und darin eingebunden. Außerdem sind bei Mikrofonen und Headsets kabelgebundene und kabellose Geräte zu unter¬scheiden, letztgenannte liefern jedoch nur ab einer gewissen Preisklasse brauchbare Ergebnisse.

Weil aber die Qualität des Audiosignals, welches an die Spracherkennung versendet wird, von ganz entscheidender Bedeutung für die Effizienz der Spracherkennung ist, kommen eigentlich nur bestimmte Geräte infrage. Diese wiederum sind so vielfältig, dass hier keine konkreten Empfehlungen für die Anschaffung des einen oder anderen Gerätes gegeben werden können, allerdings auch deshalb, weil jeder für sich selbst entscheiden muss, mit welcher Art von Gerät je nach Verwendung am besten zu arbeiten ist. Nicht zuletzt aber ist auch eine möglichst klare und deutliche Aussprache des Anwenders entscheidend, wenn es um Erfolg oder Misserfolg bei der Spracherkennung geht.

Der ärgste Feind der Spracherkennung sind oft Hintergrundgeräusche, aber auch eine ungünstige Raumakustik oder gar elektromagnetische Störkreise können sich negativ auswirken. Im Unterschied zum Menschen, der auch noch bruchstückhaften und mit Störgeräuschen versehenen Äußerungen Sinn verleihen und entstandene Lücken auffüllen kann, benötigt der Computer ein möglichst gleich bleibendes und reines Audiosignal. Deshalb führt das Programm jedes Mal, wenn ein anderes Gerät angeschlossen wird, zunächst einen Test durch, bei dem der Rauschabstand gemessen wird, im so genannten "Audioassistenten". Am Ende des Tests kann die Aufnahme abgehört werden.

So unterschiedlich, wie die verschiedenen im allgemeinen für die Spracherkennung gebräuchlichen Geräte hinsichtlich ihrer Erscheinungsweise und Handhabung sind, so sehr unterscheiden sie sich auch aber auch im Preis. Bereits für etwa 50 € kann man ein durchaus brauchbares, kabel¬gebundenes Headset erstehen, das alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Geräte der "Königsklasse" bewegen sich jedoch auch schon einmal bis zu etwa 500 €.

Dem Anfänger kann deshalb lediglich und allgemein empfohlen werden, zunächst einmal "klein" anzufangen und sich bei weiteren Anschaffungen gründlich, möglichst auch vom Fachhandel, beraten zu lassen. Beim vom Hersteller mitgelieferten Gerät allerdings handelt es sich um ein absolutes Billigprodukt, welches allenfalls dazu dienen kann, für eventuelle Notfälle aufbewahrt zu werden.

DPI 15 (15.00.000.076) auf Windows 8.1 (64-bit)
SpeechMike Premium (LFH3500) mit Philips Device Control Center (3.0)
Intel i7 2600 QuadCore - 3.4 GHz - 8 MB L3-Cache - 6 GB RAM