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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Fehlermeldungen
Marius Raabe Offline



Beiträge: 718

03.06.2010 10:11
RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Man mag sich teilweise darüber streiten, ob es sich um einen Fehler oder eine erwünschte Programmeigenschaft (bug or feature) handelt, ich berichte trotzdem:

Beim Diktat in einer Reihe von Programmen hat Dragon die unangenehme Eigenschaft, dass manchmal der Cursor zu einer anderen Stelle des Dokuments verspringt und das Diktat nicht an der Stelle eingefügt wird, für die es bestimmt ist. Dieses Problem habe ich nicht allein:

http://dragon-spracherkennung.forumprofi...st768.html#p768

Nach meinem Eindruck sind dabei verschiedene Effekte zu unterscheiden:

Beim Diktat in Word: Wenn man bei geöffnetem Mikrofon im Dokument herumscrollt und auch nur das leiseste Geräusch verursacht, welches vom Drachen mit einem Erkennungsversuch gewürdigt wird (unabhängig davon, ob das Geräusch tatsächlich als sinnvoller Ausdruck erkannt wird oder nur die 3 Fragezeichen erscheinen), springt die Bildschirmdarstellung zur letzten Cursorposition zurück (offpage-Cursor). Hier kann man sich in der Tat darüber streiten, ob das gewollt ist.
Der Effekt tritt allerdings nicht auf, wenn man in einem Dokument den Dokumentschutz (Formular-Bearbeitung) aktiviert, dann allerdings muss man den Nachteil in Kauf nehmen, dass nicht automatisch weiter gescrollt wird, wenn man beim Diktat am Ende des Dokumentfensters angekommen ist.

Beim Diktat in den Windows-Editor (Notepad) und ebenso beim Diktat in Jarte ist der Effekt ein etwas anderer: Zuweilen wird, ohne dass man gescrollt hätte, ein diktierter Ausdruck scheinbar willkürlich an eine frühere Stelle im Dokument, manchmal auch mitten in einem Wort eingefügt. Dabei geht es wohlgemerkt nicht um den leicht zu erklärenden Fall, dass der Mauscursor an einer früheren Stelle des Dokuments steht und ein vom Sprecher verursachtes Geräusch vom Programm als Mausklick-Befehl interpretiert wird, vielmehr tritt der Effekt unabhängig davon auf – wie sich durch eine Kontrolle der Erkennungsansicht überprüfen lässt.

Es gibt die Theorie von David P., dass beim Diktat in diese Programme Dragon den jeweils erkannten Ausdruck stets dorthin setzt, wo der Cursor stand, als der Sprecher mit der Äußerung (oder einem Nebengeräusch) begonnen hat, während dies in DragonPad anders sei, nämlich dass dort der Cursor erst beim Abschluss der Äußerung fokussiert wird.

http://www.knowbrainer.com/PubForum/inde...92D1thread28718

Ich bin mir – bei allem schuldigen Respekt vor dem Vertreter dieser Theorie – allerdings nicht sicher, ob dies stimmt. In meiner Wahrnehmung erfolgt die falsche Einfügung in Programmen wie Notepad, Jarte nämlich immer an ein und derselben Stelle eines Dokuments, auch dann, wenn der Cursor dort aktuell nicht gestanden hat (oder sogar nie). Dies ist allerdings nur ein subjektiver Eindruck.

Vertreten wird auch, dass das Auftreten dieses Fehlers davon abhängt, wie „sauber“ man diktiert, ob der jeweilige Sprecher also viele oder wenige Nebengeräusche verursacht bzw. ein Mikrofon verwendet, welches diese Nebengeräusche besser oder schlechter ausfiltert. Widerlegen kann ich diese Theorie nicht, zu meinem subjektiven Erleben passt sie allerdings nicht besonders gut.

Als Workaround kann ich nur anbieten, in DragonPad zu diktieren, was aber m. E. andere Nachteile hat (keine automatische Speicherung - Textverlust beim Drachenabsturz droht....), oder in Word, wo das Problem nur in der erstgenannten Variante auftaucht.

Ich nehme daher den hüpfenden Cursor in Kauf, lade aber hiermt sehr gern zu Erfahrungsberichten oder anderen Abhilfevorschlägen ein. Vielleicht macht sich ja auch jemand an die Ursachenforschung...

Gruß, Marius Raabe

Dragon NaturallySpeaking 11.5 Legal
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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.119

04.06.2010 11:16
#2 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Zitat
Beim Diktat in Word: Wenn man bei geöffnetem Mikrofon im Dokument herumscrollt und auch nur das leiseste Geräusch verursacht, welches vom Drachen mit einem Erkennungsversuch gewürdigt wird (unabhängig davon, ob das Geräusch tatsächlich als sinnvoller Ausdruck erkannt wird oder nur die 3 Fragezeichen erscheinen), springt die Bildschirmdarstellung zur letzten Cursorposition zurück (offpage-Cursor). Hier kann man sich in der Tat darüber streiten, ob das gewollt ist.



Hallo Marius,

bei diesem Thema konnte ich noch nie so richtig mitreden, da ich bekanntermaßen Word für geschätzt maximal 1 % meiner Arbeit verwende, meist nur um bereits bestehende Dokumente zu überarbeiten, und ansonsten für die primäre Textgenerierung ausschließlich DragonPad einsetze, was den praktischen Nebeneffekt hat, dass ich mich dabei voll und ganz auf den eigentlichen Text konzentrieren kann und nicht von Formatierungsfragen abgelenkt werde. Darüber hinaus habe ich, vielleicht deshalb, die langen Erläuterungen dazu auch noch nie bis zum Ende nachvollzogen.

Aber, nun gut, dass das Phänomen im Effekt lästig ist, kann ich nachvollziehen, nicht aber die dabei behauptete Rolle von Dragon hinsichtlich der Ursächlichkeit. Wenn ich in einem mehrseitigen Dokument mit der Scrollfunktion die Einfügemarke "hinter mich" lasse, woher soll die eingebende Anwendung denn wissen, wo der folgende Text eingefügt werden soll, wenn nicht dort, wo sich die Einfügemarke gerade befindet?

Genau der selbe Effekt tritt doch ein, wenn ich anstelle von Diktat die Tastatur aktiviere, oder? Und dem ist doch nur dadurch vorzubeugen, dass ich die Einfügemarke verschiebe, indem ich mit der Maus dort hin klicke, wo ich neuen Text eingeben will, oder sehe ich das falsch? Denn wie sollte Word sonst wissen, wo der folgende Text hin gehen soll?

Zugegeben, schöner wäre es, wenn ich dann auch mittels Sprachbefehl den Cursor versetzen könnte und ich nicht unweigerlich wieder dorthin zurück geschickt werde, wo ich herkam, und das schon beim leisesten Atemgeräusch. Aber, vermeiden lässt sich das alles ganz leicht, indem ich nicht mit der Maus scrolle, sondern Sprachbefehle dazu verwende, wobei die Einfügemarke immer mit bewegt wird, was nur konsequent ist, das ist ja schließlich ein Diktierprogramm, wovon wir sprechen.

Insofern habe ich vollstes Verständnis dafür, dass sich der Hersteller damit nicht befasst, egal wie intensiv dies angemahnt wird.

Ein andere Fall ist demgegenüber das unsystematische Hin- und Herspringen in Jarte, wie berichtet, aber insbesondere im Diktierfenster, was natürlich nicht sein darf, aber auch da habe ich keine eigenen Erfahrungen, wenngleich mich das um ein Vielfaches mehr interessieren würde. Zum Beispiel ob es irgendwie mit der Länge/dem Umfang der Texte im Speicher zu tun haben könnte.

Grüße
Rüdiger Wilke

_______________________________________

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Marius Raabe Offline



Beiträge: 718

04.06.2010 11:34
#3 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Lieber Rüdiger,

was den Einsatz von Word angeht, habe ich bekanntlich etwas andere Arbeitsgewohnheiten und formatiere auch gern selbst (denn das kann – natürlich – bei meinen Texten sowieso niemand so gut wie ich
, gleichwohl gibt es auch bei mir viele Situationen, in denen ich auf einen Hilfseditor zurückgreife, wie schon anderwärts geschrieben.
Sobald jemand DragonPad mit einer Funktion zur regelmäßigen automatischen Zwischenspeicherung und am besten noch – vergleichbar wie Jarte – mit der Möglichkeit zur gleichzeitigen Bearbeitung verschiedener Textfenster (in Jarte über Tabs sehr gut gelöst) ausstattet, werde ich gern wieder zum DragonPad-Benutzer.

Zu deinen konkreten Anmerkungen:


1.
was Word angeht:
Das Word-Problem ist auch aus meiner Sicht das kleinere.

Gleichwohl stimme ich deiner Apologie nicht ganz zu:

Natürlich soll der Text dort eingefügt werden, wo die Einfügemarke steht, es soll aber eben auch nur Text dort eingefügt werden. Es gibt keinen guten Grund dafür, dass bei Nebengeräuschen, die nicht eingefügt werden sollen, die Bildschirmdarstellung zur Text-Einfügemarke verspringt. Hier wäre Abhilfe geschaffen, wenn das Programm erst dann (wie in DragonPad) den sichtbaren Bereich zur Text-Einfügemarke verschieben würde, wenn auch tatsächlich eine Textäußerung erkannt wird.
Dann könnte man auch per Sprachbefehl in einem Word Dokument einen Mausklick setzen, wenn sich die Text-Einfügemarke außerhalb des sichtbaren Bereichs befindet.

2.
was Jarte, Notepad und – ich hatte dieses zu erwähnen vergessen, weil ich es selbst nie benutze – das Diktierfenster angeht:

Dieses Problem ist nerviger, das sehe ich auch so.
In der Tat habe ich den Eindruck, dass der hüpfende Cursor vorzugsweise auftritt, wenn der Text länger wird, ich würde mich sogar zu der Behauptung versteigen, am häufigsten dann, wenn der Text so lang ist, dass er außerhalb des sichtbaren Bereichs des Eingabefensters von Jarte oder Notepad ist (dies würde dann vielleicht auch erklären, warum das im Diktierfenster am häufigsten vorkommt). Dragon scheint sich dabei eine ganz bestimmte Stelle im Text dauerhaft zu merken, die kann auch mitten innerhalb eines Wortes liegen, und „kommt darauf zurück“, auch nachdem der Cursor schon mehrfach an anderen Stellen stand.

Gruß, Marius

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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.119

04.06.2010 15:46
#4 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Lieber Marius,

In den Punkten deines Beitrags, wozu ich ein halbwegs kompetentes Urteil abgeben könnte, hast du sicherlich recht, und in den übrigen vermutlich auch. Grundsätzlich unsicher bin ich mir allerdings, ob die gleichermaßen recognitio praecox in Word eine Angelegenheit ist, die ausschließlich auf der Seite von Dragon zu beseitigen wäre, oder nicht vielmehr durch die interne Objekt-Struktur des Word-Editors (mit-)bedingt ist - warum sollten sich die Entwickler von Dragon die Mühe gemacht haben, die Verzahnung des Diktatmoduls mit dem Editor ausgerechnet bei Word anders zu gestalten als bei den übrigen Editoren -, aber das ist eine nicht einmal halbwegs begründete Vermutung von mir.

Wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Hersteller sich dessen bewusst ist, nachdem so oft und so laut darauf aufmerksam gemacht wurde, und insofern haben wir nun zwei Möglichkeiten. Entweder wird es sich bei der bald zu erwartenden Version 11 anders verhalten oder nicht. Je nachdem, was dabei herauskommt, können wir unsere Schlüsse daraus ziehen.

Viele Grüße
Rüdiger

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Marius Raabe Offline



Beiträge: 718

02.10.2010 14:42
#5 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Nach meinen ersten Erfahrungen scheint das Problem des hüpfenden Cursors unter der Version 11 jedenfalls in Jarte nicht mehr zu bestehen, das wäre doch mal was. Der von vielen so wenig geliebte Effekt in Word beim Scrollen (siehe die Beschreibung oben) ist nach wie vor vorhanden.

Beste Grüße, Marius Raabe

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Marius Raabe Offline



Beiträge: 718

14.10.2010 19:05
#6 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Hier ein leider weniger erfreuliches Update:

Auch in der Version 11 (jedenfalls in meiner) hüpft der Cursor zuweilen in Jarte wie oben beschrieben, aber nach meinem Eindruck etwas seltener als in der Vorversion. Ob es mit der Mikrofonempfindlichkeit zusammenhängt, wie andernorts vermutet, kann ich nicht bestätigen, die Erkennungsansicht spricht dagegen.

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Dioskur Offline



Beiträge: 511

16.10.2010 17:19
#7 RE: "Jumpin' Jack" Cursor-Bug - gelöst in Version 11? Zitat · Antworten

Zitat von Marius Raabe
Auch in der Version 11 (jedenfalls in meiner) hüpft der Cursor



In Version 11 (Dragon NaturallySpeaking Professional) hüpft der Cursor in meinem Diktierfenster munter weiter (trotz vollständiger Entfernung der vorherigen Version und Neuinstallation von Version 11). Das nervt!

Hans Löhr

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