1

Thema: 5. Schritt: Vier grundlegende Diktierübungen

5. Schritt: Vier grundlegende Diktierübungen

Das fortlaufende Diktat wird ganz einfach dadurch erstellt, dass die einzelnen Wörter aneinandergereiht werden, ohne Pausen dazwischen, so wie wir es auch gewohnt sind miteinander zu kommunizieren. Darum unter anderem heißt das Programm auch "NaturallySpeaking".

Im Unterschied dazu aber müssen einige Zeichen ausdrücklich diktiert werden, insbesondere die Interpunktionszeichen. Daneben gibt es noch weitere spezielle Fälle, wie zum Beispiel Sonderzeichen, die als nächstes gründlich betrachtet werden sollen, weil sie im täglichen Diktat immer wieder vorkommen und, wenn sie nicht beherrscht werden, den allgemeinen Diktierfluss erheblich stören können.

Es ist unbedingt zu empfehlen, die folgenden Beispiele nicht nur gründlich zu lesen und gedanklich nachzuvollziehen, sondern auch sogleich durchzuarbeiten. Auch wenn es am Anfang etwas Mühe bereitet, insbesondere die letzte Übung (Buchstabieren), der Aufwand zahlt sich sehr schnell aus, und es ist immer effizienter, wenn das Diktat fortgesetzt werden kann, als zwischendurch zur Tastatur greifen zu müssen.


1. Übung: Interpunktions- und Sonderzeichen diktieren

Diktieren Sie immer in zusammenhängenden Äußerungen, möglichst mindestens in halben oder in ganzen Sätzen, und sprechen Sie alle Interpunktionszeichen wie gewohnt. Öffnen Sie DragonPad und diktieren Sie die folgenden Interpunktionszeichen nacheinander:

Punkt
Semikolon
Doppelpunkt
Gedankenstrich
Bindestrich
Ergänzungsstrich links
Ergänzungsstrich rechts
Apostroph
Fragezeichen
Ausrufezeichen

Diktieren Sie nun "neue Zeile" und sprechen Sie die folgenden Sonderzeichen (Auswahl) nacheinander:

Anführungszeichen auf
Anführungszeichen zu
einfaches Anführungszeichen auf
einfaches Anführungszeichen zu
Klammer auf
Klammer zu
eckige Klammer auf
eckige Klammer zu
kaufmännisches und
Schrägstrich
Backslash
Eurosymbol
At-Zeichen

Das Dokument in DragonPad müsste nun wie folgt aussehen:

.;: --- -'?!
"" '' () [] &/\€@

Falls es nicht so aussieht, wiederholen Sie die Übung solange, bis es Ihnen gelungen ist. Beachten Sie bitte, dass die Abstände vor und hinter den Sonderzeichen bereits richtig eingestellt sind und erforderliche Leerzeichen somit nicht eigens diktiert werden müssen.

Um zu wissen, wie ein Sonderzeichen diktiert wird, muss man seine "gesprochene Form" kennen. Diese finden Sie im Vokabular-Editor (mit dem Sprachbefehl "Wörter bearbeiten"), indem sie dort in das Feld "geschriebene Form" das Sonderzeichen mit der Tastatur eingeben.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Sonderzeichen, die nicht unmittelbar mit der Tastatur eingegeben werden können, allenfalls mit dem so genannten ASCII Code. Eine vollständige Liste der Sonderzeichen finden Sie auch in der Onlinehilfe.


2. Übung: Abstände diktieren

Wie in der vorangegangenen Übung bereits angesprochen, sind die Abstände zwischen den Wörtern und Satzzeichen in aller Regel bereits voreingestellt und müssen nicht eigens beachtet werden. Dasselbe gilt für die Befehle für die Zeilenschaltung ("neue Zeile" mit darauf folgender Standardschreibweise wie im Satz) oder die Absatzschaltung ("neuer Absatz" mit darauf folgender Großschreibung wie am Satzanfang).

Zusätzlich können Abstände wie folgt diktiert oder unterdrückt werden:

Leertaste
Tabulatortaste
ohne Leerschritt

Versuchen Sie bitte, den folgenden Text wie hier formatiert zu diktieren, achten Sie dabei auf die Abstände. Hinweis: die Spalten wurden mit der Tabulatortaste eingerichtet, werden in diesem Editor aber nicht korrekt angezeigt.

Erste Spalte    zweite Spalte    dritte Spalte
zweite Zeile                     Ende der zweiten Zeile
vierte Zeile    zweiteSpalte    dritte  Spalte
sechste Zeile                  Ende der Übung


3. Übung: Groß- und Kleinschreibung diktieren

Die Groß- und Kleinschreibung ist bereits den Wortarten entsprechend eingestellt und wird zusätzlich den Regeln der Interpunktion entsprechend behandelt. In aller Regel braucht sie daher nicht ausdrücklich mit diktiert zu werden. Für Ausnahmen stehen die folgenden Befehle zur Verfügung:

groß <Wort>            nächstes Wort mit großem Anfangsbuchstaben
Großbuchstaben <Wort>    nächstes Wort vollständig in Großbuchstaben
Kleinbuchstaben <Wort>    nächstes Wort mit kleinem Anfangsbuchstaben
Großschreibung anfangen    die folgenden Wörter alle mit großem Anfangsbuchstaben
Großschreibung beenden    wieder zurück zur Standardschreibweise
Großschaltung anfangen    die folgenden Wörter ausschließlich mit Großbuchstaben
Großschaltung beenden    wieder zurück zur Standardschreibweise


Soll ein bereits diktiertes Wort im Nachhinein groß- oder kleingeschrieben werden, wird das Wort zunächst markiert. Anschließend werden die folgenden Befehle verwendet:


mach das groß (Anfangsbuchstaben)
mach das alles groß (alles in Großbuchstaben)
mach das klein

Hinweis: Die Befehle "mach das groß" und "mach das alles groß" können auch auf mehrere hintereinander folgende und zusammen markierte Wörter angewandt werden.

Diktieren Sie den folgenden Text zunächst so, wie er abgedruckt ist. Ändern Sie anschließend die Groß- und Kleinschreibung so wie bei den grün markierten Ausdrücken im unteren Beispiel, indem Sie die o.g. Befehle verwenden, und erproben Sie sie ein wenig, indem Sie die vorgenommenen Änderungen unmittelbar anschließend mit dem Befehl "(mach das) rückgängig" wieder aufheben.

Ist ein Wort nicht im aktiven Vokabular oder im Lexikon enthalten, können sie es im Dialogfeld "buchstabieren" buchstabieren und dadurch in das Vokabular von Dragon NaturallySpeaking aufnehmen. Wörter, die direkt in das Dokument buchstabiert werden, während das Dialogfeld "buchstabieren" geschlossen ist, werden dem Vokabular nicht hinzugefügt.

......

Ist ein Wort nicht im AKTIVEN VOKABULAR oder im lexikon enthalten, können Sie es im Dialogfeld "Buchstabieren" buchstabieren und dadurch in das Vokabular von Dragon NaturallySpeaking aufnehmen. Wörter, die Direkt In Das Dokument Buchstabiert werden, während das Dialogfeld "Buchstabieren" geschlossen ist, werden dem Vokabular nicht Hinzugefügt.


4. Übung: Buchstabieren

Im Standardvokabular sind nicht nur bereits eine große Anzahl von Wörtern, sondern auch die gebräuchlichsten Abkürzungen, Eigennamen und Sonderformen enthalten, wie zum Beispiel BGB, StGB, G8 Gipfel, John F. Kennedy, um nur einige zu nennen.

Sehr oft aber werden Abkürzungen oder Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, wie zum Beispiel bei Aktenzeichen, benötigt, die nicht so ohne weiteres diktiert werden können. In diesem Fall muss der Buchstabiermodus verwendet werden. Es gibt drei verschiedene Arten, den Buchstabiermodus anzuwenden.

  • Buchstabieren durch Simulation von Tastenschlägen

    Jede Taste auf der alphanumerischen Tastatur kann direkt angesprochen werden mit den Befehlen "drück" oder "tipp", gefolgt von der Tastenbezeichnung. Die alphabetischen Tasten werden durch Sprechen der Buchstabenbezeichnung aufgerufen, eventuell ergänzt durch das Wort "groß". Außerdem kann auch noch die die Shift-Taste diktiert werden, um die obere Zeichenreihen über den numerischen Tasten anzusprechen. Beispiele:


    tipp a - tipp groß e - tipp Shift 6
    ergibt:
    aE&


    Wichtig: Wenn mehrere Zeichen hintereinander auf diese Weise eingegeben werden sollen, muss zwischen den einzelnen Befehlen eine Pause gesprochen werden, was durch die Notation im Beispiel oben ausgedrückt werden soll.

    Wichtig: Bei der Simulation von Tastenschlägen werden grundsätzlich keine Leerzeichen vor den auf diese Weise eingegebenen Zeichen eingefügt.

  • Buchstabieren im "schnellen" Buchstabiermodus

    Wenn nach dem Befehl "schreib" sofort der Name eines Buchstabens diktiert wird, oder auch mehrere Buchstaben hintereinander, solange keine Pause darüber gesprochen wird, werden diese Buchstaben und Zeichen auf dieselbe Weise wie oben beschrieben in den Text eingefügt. Das obere Beispiel hätte somit auch folgendermaßen diktiert werden können:


    schreib a groß e Shift 6
    ergibt:
    aE&


    Wichtig: Wer versucht, das Beispiel auf diese Weise zu diktieren, wird leider feststellen, dass es hierbei leicht zu Missverständnissen und falschen Eingaben kommt. Das liegt daran, dass die Namen der Buchstaben sehr schnell miteinander verwechselt werden können. Um dem vorzubeugen, ist es immer besser, anstelle der einzelnen Buchstaben das so genannte Funkalphabet grundsätzlich zu verwenden, nach der Form: Anton, Berta, Cäsar, ..., oder auch: a wie Anton, b wie Berta, C wie Cäsar, ...

    Das vollständige Funkalphabet ist der Onlinehilfe zu entnehmen.

  • Buchstabieren im "vollen" Buchstabiermodus

    Wenn nach dem Befehl "schreib" nicht sofort ein Buchstabe diktiert wird, sondern einen kurzen Moment gewartet wird, öffnet sich das Buchstabierfenster, wo die Buchstaben alle einzeln, auch mit Pausen dazwischen, bequem diktiert und die Eingaben überarbeitet werden können. Auch hier ist es immer anzuraten, grundsätzlich das Funkalphabet zu verwenden.

DPI 15 (15.00.000.076) auf Windows 8.1 (64-bit)
SpeechMike Premium (LFH3500) mit Philips Device Control Center (3.0)
Intel i7 2600 QuadCore - 3.4 GHz - 8 MB L3-Cache - 6 GB RAM