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Dieses Thema hat 11 Antworten
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slverwing Offline



Beiträge: 13

01.11.2012 12:37
RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Moin,

ich habe das Problem, dass mir der Drache nach der Umsetzung einer Audiodatei (Dragon Pad) abstürzt.
Genutzt wird ein Pocketmemo 9620 mit DS2 QP Format.
Feststellen konnte ich folgende Absturzmomente, die alternativ auftreten:

1. Diktat ca. 15 Minuten:
Absturz bei "Drüberschreiben" (wenn Drüberschreiben einfach nur das Hinzufügen oder Löschen von Text bedeutet?) im unteren Drittel des Diktats.

2. Diktat ca. 30 Minuten:
Absturz bei "Drüberschreiben" (wenn Drüberschreiben einfach nur das Hinzufügen oder Löschen von Text bedeutet?) im oberen Viertel des Diktats.

Interessant ist, dass dieses Verhalten erst nach ein paar Wochen auftrat. Vorher waren lange Texte und Korrekturen im Text kein Problem.


Ich befürchte, dass dies an der Leistung des PCs liegt. Wäre es ausreichend, wenn ich mehr RAM installiere oder gibt es noch einfachere Wege hierfür.


Vielen Dank schonmal für die Hilfe.

Grüße
Jens

PS: Anbei die Log-Datei vom letzten Absturz, die ich gar nicht verstehe...

Dragon Premium 12.0, Intel Core Duo 2,93 GHz, 4 GB DDR2 RAM, Windows 7 32bit
PocketMemo 9620 DS2, QP

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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.115

01.11.2012 14:07
#2 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Bevor ich mir die Log-Datei anschaue, mehr RAM ist nicht die Lösung. In aller Regel wirft Windows zunächst eine Warnung aus, wenn der verfügbare Speicher knapp wird, und wird einfach nur unendliche langsam, stürzt aber nicht so ohne weiteres ab.

Es könnte höchstens sein, dass der eingebaute RAM einen Defekt hat, dann sind Abstürze in allen Varianten typische Erscheinungen, meist ausgelöst durch Dragon, aber nicht dadurch verschuldet. Aber das ist alles nur vorab spekuliert, mehr oder viel RAM braucht man eh nur, wenn man neben Dragon noch sehr speicherintensive Anwendungen hat und parallel laufen lässt.

Bei der Umsetzung von Audio-Dateien sollte man aber eh dem Rat, der mittels Popup-Fenster angezeigt, den Computer in Ruhe zu lassen (sinngemäß), am besten folgen, und damit verbieten sich andere parallele Anwendungen von selbst.

Seitens Dragon sollte man aber bei der Umsetzung relativ langer Audio-Dateien (alles > ca. 15 Minuten) die Einstellung unter "Optionen - Daten - Für die Wiedergabe reservierter Speicherplatz" (voreingestellt auf 200 MB) kräftig anheben, auf mindestens 400 MB bis 500 MB oder mehr. Die 200 MB können nach ca. 20 Minuten schon verbraucht sein, und dann entstehen Probleme mit der Verwaltung des Playbacks.

Aber, gemeinsames Merkmal und Auslöser ist hier wohl in erster Linie das Wort "Drüberschreiben". Ich muss gestehen, ich verstehe nicht so ganz, wie das gemeint ist. Soll das Wort so geschrieben werden, oder soll damit irgendeine Aktion (Befehl) gestartet werden?

Wenn es das nächste Mal passiert, und DragonPad abstürzt, aber Dragon noch läuft, schauen Sie sofort danach in der Erkennungsansicht nach (unter "Extras"), und scrollen Sie ganz ans Ende, speichern Sie "mit Details" und fertigen ggf. noch einen Screenshot an. Daraus wird jedenfalls ersichtlich, was Dragon "verstanden" hat und ob es als Diktat oder als Befehl interpretiert wurde.

Gruß, RW

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slverwing Offline



Beiträge: 13

01.11.2012 15:03
#3 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Moin,

vielen Dank schonmal für den Hinweis.

möglicherweise habe ich mich nicht ganz genau ausgedrückt, bei mir stürzt das gesamte Dragon Programm ab, nicht nur das Dragonpad.

Das "Drüberschreiben" habe ich aus anderen Threads übernommen. Ich meinte damit, dass ich teilweise Zeilen in dem Dokument händisch lösche oder Sätze hinzufüge. Meine Vermutung ist, dass dadurch die Audiospur an das somit von mir veränderte Dokument angepasst werden muss und dadurch Dragon, aufgrund der Größe der Audiospur, abstürzt. Deshalb auch die Frage hinsichlich der RAMs.

Ein Screenshot ist daher nicht möglich. Es kommt lediglich eine Windows Fehlermeldung, dass das Programm beendet werden muss.

Können diese Informationen zur Lösungsfindung helfen?

Viele Grüße
J. Hamschmidt

PS: Ich habe mal den Speicher der Wiedergabe von 400 auf 900 hochgesetzt. Ich werde den Testlauf allerdings erst in den nächste Tagen durchführen können.

Dragon Premium 12.0, Intel Core Duo 2,93 GHz, 4 GB DDR2 RAM, Windows 7 32bit
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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.115

01.11.2012 15:43
#4 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von slverwing
Das "Drüberschreiben" habe ich aus anderen Threads übernommen. Ich meinte damit, dass ich teilweise Zeilen in dem Dokument händisch lösche oder Sätze hinzufüge. Meine Vermutung ist, dass dadurch die Audiospur an das somit von mir veränderte Dokument angepasst werden muss und dadurch Dragon, aufgrund der Größe der Audiospur, abstürzt. Deshalb auch die Frage hinsichlich der RAMs.




Noch mal nachgefragt: geschieht das "Drüberschreiben" während der Umsetzung (was ich mir nicht vorstellen mag), oder nach der Umsetzung? - Die Umsetzung selbst geht aber?

Wie auch immer, die o.g. Vermutung hat schon ihre Berechtigung, auf jeden Fall wird das Playback (für eine evtl. Korrektur über das Dragon-Korrekturmenü, damit Dragon daraus lernt - zumindest lernen kann) ohnehin unbrauchbar, weiterreichende Konequenzen nicht ausgeschlossen. Wenn es denn schon "händisch" sein muss oder soll, dann doch besser ohne Involvierung von Dragon, also Datei speichern und schließen und noch mal erneut öffnen ohne jedes Playback usw.

Aber dafür ist es eigentlich nicht gemacht.

Gruß, RW

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slverwing Offline



Beiträge: 13

01.11.2012 15:53
#5 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Moin,

das "Drüberschreiben" passiert natürlich erst nach der Umsetzung

Die Alternative mit dem Schließen und Öffnen der Datei ist eine Alternative, aber eine den Arbeitsfluss sehr störende.

Insbesondere bei längeren Diktaten betreffen die im Regelfall verschiedene Akten. Da ist es für mich sehr viel angenehmer die Dragon Korrektur und die inhaltliche Korrektur in einem Rutsch vorzunehmen.

Hat denn diese Vorgehensweise tatsächlich eine Auswirkung auf die Kompetenz von Dragons Genauigkeit? Denn bei der von mir durchgeführten Abfolge wir ein Textteil zunächst mittels der Dragon Korrektur auf Umsetzungsfehler geprüft und erst im Anschluss daran der Inhalt angepasst.

Dies dürfte doch eigentlich keine Auswirkungen auf die Genauigkeit haben, oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße
J. Hamschmidt

Dragon Premium 12.0, Intel Core Duo 2,93 GHz, 4 GB DDR2 RAM, Windows 7 32bit
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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.115

01.11.2012 16:32
#6 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von slverwing
Hat denn diese Vorgehensweise tatsächlich eine Auswirkung auf die Kompetenz von Dragons Genauigkeit? Denn bei der von mir durchgeführten Abfolge wir ein Textteil zunächst mittels der Dragon Korrektur auf Umsetzungsfehler geprüft und erst im Anschluss daran der Inhalt angepasst.

Dies dürfte doch eigentlich keine Auswirkungen auf die Genauigkeit haben, oder sehe ich das falsch?




Ja, das ist ja nicht ungewöhnlich, so vorzugehen, denn wer diktiert schon längere Texte, die von Beginn an druckreif sind. Aber dann kann man doch (oder sollte) zuerst die Erkennungsfehler direkt nach der Umsetzung verbessern (unter Einbezug des Korrekurmenüs in Dragon, denn nur dann kann Dragon daraus lernen), und die editorische Nachbearbeitung in einem zweiten Arbeitsgang vornehmen.

Nur zur Klarstellung: bei der Korrektur über das Menü vergleicht Dragon den Audiopart, der der korrigierten Passage zu Grunde liegt, mit der daran vorgenommenen Korrektur (nach dem Motto: so klingt das, und so soll es geschrieben werden, aber nicht, wie ich es zuerst geschrieben habe), und arbeitet diese Korrekturen Stelle für Stelle in das sog. "akustische Archiv" ein, jeweils mit korrespondierenden Text- und Audio-Schnipseln, die dazu mit Anmerkungen versehen sind (wer es schafft, die Datei zu öffnen und mal da rein zu schauen bzw. zu hören, wird wissen, was ich meine), und schließlich wird das Archiv bei der sog. Optimierung ausgewertet und eingepflegt, um es vornehm zu formulieren.

Wenn man aber den Zusammenhang zwischen Text und Audio zerbricht, indem man mit der Tastatur wie mit einer Axt dazwischen fährt, ist es alles umsonst, und dann braucht man sich eigentlich nicht die Mühe zu machen zu korrigieren, und Optimierungen sind ebenfalls ohne Wert.

Ein dritter Weg (den ich gehe, wenn ich mal Aufzeichnungen umsetze), und natürlich der effektivste (war ja klar), ist der, die Audio-Datei mit einem USB-Profil umzusetzen, um dann alle anschließenden Korrekturen und Editierungen per Sprachinput vornehmen zu können.

Noch Fragen?

Gruß, RW

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Meinhard Offline



Beiträge: 1.139

02.11.2012 16:56
#7 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von R.Wilke
Wenn man aber den Zusammenhang zwischen Text und Audio zerbricht, indem man mit der Tastatur wie mit einer Axt dazwischen fährt, ist es alles umsonst, und dann braucht man sich eigentlich nicht die Mühe zu machen zu korrigieren, und Optimierungen sind ebenfalls ohne Wert.



Rüdiger, um die Diskussion mal etwas anzuheizen: wenn diese These in dieser Allgemeinheit richtig wäre, was wäre denn dann mit der (angeblichen) Fähigkeit von Dragon, auch aus händischen Korrekturen zu lernen – wenn ich mich richtig erinnere, ist diese Funktion doch spätestens seit DNS 11.5 (wenn nicht schon seit 11.0) wieder aktiv. Die Dragon-Hilfe hilft da allerdings nicht weiter, unter „Vorgehensweisen beim Korrigieren“ ist zwar die Textkorrektur mit der Tastatur als erwähnt, aber irreführend beschrieben (wie manches andere). Immerhin wird die Korrektur bei der Diktatwiedergabe als genaueste Methode gerühmt.

Meinhard

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Dragon Legal Group 15.6, Win 10 Pro 2004, Microsoft 365 32-bit, SpeechMike Premium Air, i7-7700, 3,6 GHz, 64 GB RAM, 1TB SSD;
+ DLG 15.5, Win 10, unter Parallels Pro auf iMac Retina 5K 4,0 GHz i7-6700K, 32 GB RAM, 1TB SSD; + DLG 15.5, Win 10, Bootcamp auf MBP 2017 i5

Dioskur Offline



Beiträge: 511

02.11.2012 19:27
#8 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von Meinhard
(angeblichen) Fähigkeit von Dragon, auch aus händischen Korrekturen zu lernen



Hallo Meinhard,

vielleicht hat sich Rüdiger etwas zu drastisch ausgedrückt, aber grundsätzlich stimme ich ihm zu. Nach meiner Beobachtung verbessert sich die Erkennungsleistung schlagartig, wenn ich diszipliniert, d.h. nach dragoneigenen Regeln diktiere, korrigiere, navigiere und editiere. Und ebenso spürbar verschlechtert sich die Erkennungsleistung, wenn ich im Irrglauben der Zeitersparnis »mit der Tastatur wie mit einer Axt dazwischen« (RW) fahre. Allerdings ist mir technisch nicht klar, wie dieser Effekt in so kurzer Zeit auftreten kann. Nun ja, vielleicht ist ein bisschen Voodoo dabei.
Jedenfalls kommt wohl niemand, der mit Dragon gute Ergebnisse erzielen will, umhin, die entsprechenden Befehle zu lernen, um sie schließlich „im Schlaf" zu beherrschen. Vor den Erfolg haben die Götter leider den Schweiß gesetzt. Das gilt auch für den, der den Drachen reiten will.

Freundliche Grüße

Hans Löhr

DPI 15 auf Windows 10 Professional (64-bit)
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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.115

02.11.2012 19:30
#9 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von Dioskur
Vor den Erfolg haben die Götter leider den Schweiß gesetzt.



Per asperam ad astras!

- Mehr dazu später ...

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Meinhard Offline



Beiträge: 1.139

03.11.2012 10:40
#10 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat von Dioskur
Vor den Erfolg haben die Götter leider den Schweiß gesetzt.



DIE Götter? Dass die evangelische Kirche auch an der Stelle pluralistisch ist, war mir bisher nicht so klar

Ad rem et ad apologiam: SELBSTVERSTÄNDLICH benutze ich bei der Korrektur nicht die Tastatur-Axt (seltene Ausnahmen bestätigen die Regel), sondern das Korrekturmenü und dann, wenn ich mir einer (für meine Verhältnisse) deutlichen Aussprache halbwegs sicher war, über-korrekt meistens sogar noch das Buchstabierfenster, wenn die Auswahl nicht angezeigt wird (jüngst - mit zunehmendem Alter - neige ich indes mehr und mehr zu der Rüdiger-Methode, bei fehlender Auswahl den Ausdruck einfach neu zu diktieren, was übrigens sogar in der Dragon-Hilfe Erwähnung findet.
Wie meist ging es mir bei meinem Einwurf also nicht um die Praxis, sondern um die Theorie und letztlich um die Frage warum es in der Version 12 so merkwürdig still geworden ist um die genannte Funktionalität, auch händische Korrekturen bei hinreichender lautlicher Ähnlichkeit zur Anpassung des akustischen Modells (oder/und des Sprachmodells?) zu nutzen.

So harre ich denn der weiteren Disputation.

Meinhard

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slverwing Offline



Beiträge: 13

06.11.2012 15:56
#11 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Moin,

ich danke zunächst für die Informationen. Wie es scheint, hat die Erhöhung des reservierten Speicherplatzes bereits Besseung gebracht. Ich werde allerdings zunächt einen längeren West machen müssen.

Wie dem auch sei, Sie schreiben, dass das händische Hinzufügen oder Löschen von Textpassagen nach der Umsetzung in Dragon Pad nur dann sinnvoll sei, wenn ich die Korrekturen mittels des Dragon Menüs (Dragon Korrektur) bereits im gesamten Dokument durchgeführt habe. Ansonsten wäre eine Verbesserung des System nicht möglich bzw. strak verschlechtert.

Wenn ich aber nach der Dragon Korrektur weiterhin im Dokument arbeite und hierbei lösche oder hinzufüge, würde das nicht auch die Genauigkeit beeinflussen? Dies erschiene mir allerdings sinnfrei, da ansonsten niemals mit dem DragonPad "händisch" gearbeitet werden könnte.

Und umgekehrt, wenn ich Satzteile nach der Dragon Korrektur händisch verändere aber bevor das gesamte Dokument per Dragon korrigiert wurde, müsste Dragon doch weiterhin erkennen, an welchen Stellen ich händisch gearbeitet habe und an welchen nicht.

Daher sollte, zumindest nach meiner benutzfreundlichen Auslegung, Dragon in der Lage sein, die gesprochenen Satzteile von meinen händisch hinzugefügten Satzteilen zu unterscheiden.

Ansonsten wäre auch die nachträgliche (nach der Dragon Korrektur) durchgeführte "händische" Veränderung eines Dokuments der Genauigkeit abträglich.

Oder verstehe ich das falsch?

Viele Grüße
J. Hamschmidt

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R.Wilke Offline



Beiträge: 6.115

06.11.2012 17:30
#12 RE: Dragon 12 stürzt bei Audiodatei Umwandlung/Korrekur ab Zitat · Antworten

Zitat
Oder verstehe ich das falsch?



Ich denke, hier sind einige Unklarheiten im Spiel. Vielleicht einmal zur Vereinfachung:

(1) Zuerst wird die Audioaufnahme in DragonPad umgesetzt, von Anfang bis Ende. Während dieser Zeit ist das Textfenster für den Anwender inaktiv, also nicht für Eingaben jeglicher Art bereit.

(2) Wenn man nun anschließend Erkennungsfehler korrigieren möchte mit der Option, dass Dragon daraus „lernen“ kann, markiert man die betreffende Passage oder setzt den Cursor einfach irgendwo in das falsch erkannte Wort oder die falsch erkannte Phrase und ruft das Korrekturmenü auf. Sofern es sich um ein Benutzerprofil handelt, welches als Recorder-Profil angelegt wurde, verwendet man dazu bestenfalls die numerische Minustaste auf der Tastatur, so jedenfalls in der Standardbelegung, weil man in der Situation ja keine Sprachbefehle verwenden kann.

(3) Sofern eine der angebotenen Alternativen dem entspricht, was man haben wollte, wählt man es von hier aus; trifft dies nicht zu, ähnelt aber eine der angebotenen Alternativen ungefähr dem, was man haben wollte, wechselt man in das Buchstabierfenster und korrigiert es dort entsprechend. Die Korrektur wird dann in den Text übertragen, entscheidend aber ist, dass die Audiopassage, die dem Textteil zu Grunde liegt, mit dem korrigierten Text in Verbindung gebracht werden kann, damit beide miteinander verknüpft werden können.

Vielleicht ist es nicht bekannt, aber bei der Korrektur wird immer das Play-back, also die Aufzeichnung des Gesprochenen, mit herangezogen, auch wenn man dies nicht bemerkt. Nur unter dieser Voraussetzung und sofern beide miteinander korrespondieren, kann daraus ein Lerneffekt entstehen.

Wird aber bei der Korrektur der Text so weit verändert, dass beide nicht mehr miteinander in Verbindung stehen, also handelt es sich nicht mehr um eine Korrektur, sondern um eine Editierung, wird die Änderung folgerichtig ignoriert und nicht bei der Optimierung in Betracht gezogen.

Ein weiterer Nebeneffekt einer nachträglichen Editierung des Textes an dieser Stelle ist aber, dass das Play-back dabei zerstört wird, und zwar in dem Sinne, dass der Zusammenhang zwischen dem Text auf dem Bildschirm und dem zu Grunde liegenden Play-back im Hintergrund aufgelöst wird.

Überprüfen kann man das auf einfache Weise, indem man solch einen brachialen Eingriff einmal vornimmt und dann überprüft, ob das Play-back an irgendeiner Stelle im Text noch einwandfrei wiedergegeben werden kann, oder aber Text und Play-back inzwischen völlig asynchron geworden sind.

Es wurde schon oft berichtet, dass alleine schon durch Änderungen am Text, die durch Auto-Formatierungen in Word hervorgerufen werden, zum Beispiel durch automatische Einfügung eines Datums, der Zusammenhang zwischen Text und Play-back aufgelöst wird.

(4) Wenn man den Text so durchgearbeitet hat und alle möglichen Korrekturen, nach den oben beschriebenen Einschränkungen, durchgeführt hat, unter voller Ausnutzung des Zusammenhang zwischen Text und Play-back sozusagen, sind die Möglichkeiten, den Lerneffekt in Gang zu setzen ohnehin erschöpft.

Nimmt man danach Veränderungen im Text mittels Tastatur vor, hat es somit für den Lerneffekt weder negative noch positive Auswirkungen – also mit anderen Worten, gar keine, weil es keine mehr geben kann.

Die Frage ist demnach ganz einfach die, inwieweit man den potentiellen Lerneffekt, der darin steckt, ausnutzen möchte, indem man sich an die oben beschriebene Vorgehensweise hält von Anfang bis Ende des Textes, oder aber diesen gleich preisgibt, wenn man den Text schon frühzeitig im Nachhinein so sehr verändert, dass die Möglichkeit schon gar nicht mehr besteht.

Allerdings muss man an der Stelle auch darauf hinweisen, dass, eben begründet in den beschränkten Möglichkeiten, die für die Korrektur von Audioumsetzungen zur Verfügung stehen, der Nutzen des Lerneffekts erheblich limitiert ist.

Andererseits sind die Voraussetzungen auch beim online-Diktat nicht grundsätzlich andere, weil es auch hierbei für den Lerneffekt von entscheidender Bedeutung ist, ob die ursprüngliche Diktateingabe überhaupt geeignet gewesen wäre, das für die Umsetzung gewünschte Ergebnis zu erzeugen. Nur dann kann man ja auch gerechtfertigter Weise von einem Erkennungsfehler sprechen,… Alles übrige ist nicht selten einfach nur schlecht diktiert.

Gruß, RW

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