ich heiße Konstantin und habe meine Dissertation mit Füller geschrieben und dann per Dragon Naturally Speaking 9 eingelesen. Das war 2010-2011, auf einem Windwos-Rechner. Der 700-seitige Text ging über Kunstgeschichte / Philosophie. Das hat sehr gut funktioniert, zumal ich nur mit zwei Fingern tippen kann und echt froh war, hat DNS alles erkannt. Ich habe es auch immer gut trainiert und die Korrekturen eingelesen. Den eingesprochenen Text verarbeitete ich in Texmaker weiter (Textsatzprogramm für LaTeX). Ich schrieb dann noch ein paar Bücher über zeitgenössische KünstlerInnen, sowie ein paar Katalogtexte.
Wie dem auch sei, irgendwann ging das Windows-Notebook kaputt und ich hatte anderweitig zu tun. Jetzt allerdings würde ich Dragon gerne wieder nutzen. Allerdings habe ich wegen verschiedener Umzüge die Dragon CD verloren. Ebenso benutze ich jetzt Mac-Rechner. Ich habe einen älteren Mac Pro mit Lion drauf und einen Mac Mini mit Sequoia.
Im Internet erstand ich eine Dracon Dictate for Mac 3, das hervorragend funktioniert, auf dem älteren Mac Pro mit Lion. Aber: es ist auf Englisch. Man kann nicht auf deutsch diktieren. Ok, die CD kostete nicht viel, Ebay, 5 Euro, aber diesen Fünfer habe ich wohl in den Sand gesetzt.
So, das ist die Vorgeschichte. Ich habe jetzt ein Buch vor mir, davon sind etwa 200 Seiten schon im Compi, aber noch 150 Seiten ausgehend vom Konzept her zu verschriften, und ich habe keine Lust mehr zu tippen.
1. Gibt es irgendwo in dieser Welt eine "Dragon Dictate für Mac 3"-Version, auf Deutsch?
2. Gibt es die Möglichkeit, meine vorhandene "Dragon Dictate for Mac 3"-Version auf Englisch mit einem deutschen Sprachmodell zu versehen, so dass ich auf Deutsch diktieren kann?
3. Gibt es eine deutsche "Dragon"-Version für aktuelle Macs?
Es muss doch eine Möglichkeit geben im 21. Jahrhundert, anspruchsvolle, wissenschaftliche Texte in einen Computer einzudiktieren ...
Jedenfalls danke ich jedem,d er das liest und mir vielleicht sogar weiterhelfen kann - vielleicht hat ja auch jemand "Dragon Dictate für Mac 3" auf Deutsch irgendwo in der Schublade und verkauft es mir ...
Hallo Konstantin, ACHTUNG DIESER TEXT IST WEITGEHEND OFF-TOPIC
zu 1.: soll es gegeben haben, mit schlechten Kritiken, soll nicht mit Dragon für Win vergleichbar sein, zu 2.: keine Ahnung, --- zu 3.: für aktuell(ere) Macs (ab OS X 10.11 El Capitan) findet man im Netz eine Version Nuance Dragon Professional Individual 6.0 for Mac, angeblich mehrsprachig und in Deutschland aktivierbar, ABER auf der Verpackung steht "Not for sale in Europe" ich würde die rund 300 € dafür und Geld für einen dazu passenden Mac bei Deinen Anforderungen nicht ausgeben.
Wenn es Dir nur um die preisgünstige Verschriftlichung der letzten Seiten Deines Textes geht, würde ich es z. B. mal mit dem kostenlosen "noScribe" versuchen. Einzelheiten dazu bei Github. Meine Versuche damit auf einem ca. 7 Jahre alten Rechner mit i5 CPU, Win10, 8/16 GB RAM und 128 GB SSD (alles vom Elektroschrott und oder gekauft und aufgerüstet für rund 100 bis 150 €) waren nicht perfekt, aber (auch im Vergleich mit Dragon Vers. 15) erstaunlich gut. Dieses für die Erfassung von Interviews gedachte Programm, machte bei einem vorgelesenen Text von rund 500 Wörtern bei mir nur 5 Fehler. Die Zeichensetzung erfolgte undiktiert fast fehlerfrei. Die Ausgabe erfolgt in einer HTML-Datei, damit solltest Du als Latex-User zurechtkommen. Alle Formatierungen (Schriftgröße und -art, Auszeichnungen, Absätze usw.) müssen bei der sowieso erforderlichen Nachbearbeitung von Dir vorgenommen werden. ABER das lästige 2-finger Abtippen entfällt.
"Es muss doch eine Möglichkeit geben im 21. Jahrhundert, anspruchsvolle, wissenschaftliche Texte in einen Computer einzudiktieren ..." : Ja, natürlich gibt es solche Möglichkeiten; aber am besten wohl mit aktueller Hard- und Software (zu den dafür erforderlichen Preisen).
Das alte Dragon Naturally Speaking 9 war ja auch nicht sooo fehlerfrei - ich hatte es eben trainiert, indem ich die korrigierten texte immer wieder einpflegte, am Ende eines Tages. Das macht echt einen Unterschied.
Ich schaue mir das Programm noScribe mal an. Schlimmer als die unsägliche Diktierfunktion von MacOS wird es nicht sein, und github ist mir trotz meines Studiums doch noch ein Begriff.
Es gibt für das Programm noScribe inzwischen auch eine Version für Macs, für aktuelle und für (Vorversion) für ältere, solche mitIntel-Prozessoren. Aber für Macs mit OS X Lion ist wohl nix dabei. Steht alles in der (maschinell ganz ordentliche ins Deutsche übersetzte) Beschreibung auf Github. Einzelheiten lasse ich hier lieber mal weg, wir sind im DRAGON-Forum.
ja, ich habe es jetzt auf dem Mac Mini installiert, und es funktioniert. Ich nehme auf mit Ardour und dem AD-Wandler, der in meinem Field Recorder Zoom H4 eingebaut ist - ich könnte auch direkt mit dem Field Recorder aufnehmen, dann hätte ich die Tondateien ohne grosse Ordnerstrucktur im Speicher.
Das Programm passt schon ganz gut, zumal Open Source und GPL, was ich ja richtig toll finde.
Allerdings fehlt mir die Möglichkeit, die Software zu trinieren. Bei den KI-Modellen kann man ja in GPT4All eigene Dokumente einpflegen, und die KI passt sich dann an. Da muss ich mal rausfinden, wie ich das personalisiere, damit die KI effektiver für mich arbeitet.
Wie dem auch sei: man kann mich nicht als rückständig bezeichnen ... Ich schreibe meine Texte mit dem Pelikan und zwischendurch mit Feder und Tinte auf liniertes Papier mit roter Oberlinie von Brunnen, lese das rezipientenfreundlich in die Sprachdatei und lasse das Ganze von einer KI in Text umwandeln, um dann in der Redaktion direkt schon den Text zu setzen ...
Viele Grüße jedenfalls, und herzlichen Dank für diesen wirklich sinnvollen Tip!
Allerdings fehlt mir die Möglichkeit, die Software zu trinieren. Bei den KI-Modellen kann man ja in GPT4All eigene Dokumente einpflegen, und die KI passt sich dann an. Da muss ich mal rausfinden, wie ich das personalisiere, damit die KI effektiver für mich arbeitet.
....!
K.
Das würde mich für meine ehrenamtliche Arbeit als ...-Berater auch sehr interessieren. Ich halte mich aber für zu dumm oder zu alt (77 J.) um mich noch ausführlich mit Python und DeepLearning und der Erstellung und Anpassung von Sprachmodulen zu befassen. Dokumente zum trainieren hätte ich in großem Umfang und könnte zusätzlich in riesigem Umfang beschaffen.
Wenn Du eine Trainingsmöglichkeit gefunden hast und mir altem Sack zutraust, dass auch ich das umsetzen kann, wäre ich für eine Antwort sehr dankbar; gern als private Nachricht - denn das ist hier in diesem Forum ja doch stark neben der Sache.